Kafkas Während der 3-jährigen Veröffentlichungs-Abstinenz lag der Papst immer wieder wegen einem neuen Tonträger in den Ohren. Schließlich schleppte der unorganisierte Rock-Musiker-Verband die morschen Knochen ins Studio und schaffte es tatsächlich, ohne exzessiven Drogenkonsum ganze 5 Stücke aufzunehmen. Diese wurden "Superrocker" getauft.

In den letzten Jahren ist das alternative Tanzbein unbarmherzig trainiert und der Eingängigkeitsgehalt politisch korrekt erhöht worden. Mit einer Brise Ironie und Mut abgeschmeckt, möchte man auch zu Themen wie Menschen- und Tierrechte feiern.

Das Anliegen der Chaos-Bande ist nicht, andere zu verurteilen, sondern gemeinsam neue Wege zu gehen und dabei sogar ein Lächeln im Gesicht zu tragen. Diese pseudo-maskulinen, unförmigen Herrschaften versuchen mit ihrer Musik und Texten, denen, die in unserer Gesellschaft keine Stimme haben, eine Plattform zu geben.

Szene hin, Szene her – Punk sei Dank haben sich die Außenseiter der Außenseiter/Chaoten mittlerweile eine geschlechterübergreifende fanzine-, magazine- und videoclip-unabhängige, heterogene Zuhörerschaft erspielt – irgendwo zwischen all den Ikea-Klapp-Stühlen „Punk“, „Hardcore“, früher „Indie“ heute „Alternative“, Pop und was weiß ich noch alles...

Ja, es wird wieder auf dem eigenen Label „Domcore“ veröffentlicht – aber keine Angst: Selbstbeweihräucherung und Lobes-Abfeier-Hymnen auf die ja so absolut autarke, unabhängige D.I.Y.-Szene bleiben jetzt erspart...